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Band 2

Tabakverpackung, Etikett der Firma de Vries, vertrieben durch die Gebr. Bestelmeyer in Nürnberg, dat. 1841, aus Elias Erasmus (Paul Otto/Hans H. Bockwitz): Alte Tabakzeichen. Berlin 1924, Taf. 35, Nr. 2)

Inhaltsverzeichnis:


Jens Klaucke:
Tonpfeifenfunde aus Wustrow

Lutz Libert:
Die Tonpfeifenmanufaktur Weissenspring

Rüdiger J.J. Articus:
Vom Rauchen und den Tabakpfeifenmachern in Schleswig-Holstein

Matthias Seeliger:
Pfeifenmacher im Bereich der heutigen DDR - Ergänzungen

Rezension

Neue Literatur

 

 
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Stielfragment mit der Aufschrift "SCHONDUBE", Hersteller unbekannt, Niederlande (?) 18. Jahrhundert

Band 2/1990, S. 1-8
Jens Klaucke: Tonpfeifenfunde aus Wustrow

Die als Lesefunde auf einem Grundstück bei Wustrow, Landkreis Lüchow-Dannenberg, gefundenen Tonpfeifenfragmente sind stark zerscherbt, doch lassen 20 Stiele mit Stieltexten und 15 Pfeifenköpfe mit Marken deutlich zwei Liefergebiete erkennen. Niederländische Tonpfeifen stammen nach den Marken (Schlange, das gekrönte "H") und Stieltexten ("I.GIRREBOO" und "IN GOUDA") aus dem niederländischen Produktionszentrum Gouda. Pfeifen mit der Marke "das springende Pferd" weisen auf eine Herkunft aus Niedersachsen, ohne diese näher bestimmen zu können. Ein Stielstück mit der Aufschrift "BOSSE/DANCYCH" dürfte nicht in Danzig, sondern in dem nahegelegenen Walbeck produziert worden sein, wo ein Hersteller dieses Namens belegt ist. Eindeutig ist die Provenienz bei dem Stiel mit der Aufschrift "WEFERLINGEN", während der Name "SCHONDUBE(I)" noch nicht lokalisiert werden kann.

Stielfragmente von Jan Girreboo in Gouda und von N.N. Bosse in Walbeck, zweite Hälfte 18. Jahrhundert
     


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Band 2/1990, S. 9 ff.
Lutz Libert: Die Tonpfeifenmanufaktur Weissenspring

1765 gründete der preußische Kriegsrat Kienitz in einem ehemaligen Hammerwerk in Weissenspring bei Frankfurt an der Oder eine Tonpfeifenfabrik nach niederländischen Vorbild. Mit Schutzprivilegien gegen niederländische Konkurrenz, aber auch gegen Tonpfeifen aus anderen preußischen Manufakturen (Rostin) ausgestattet, produzierte die Fabrik um 1800 ca. 700.000 Tonpfeifen pro Jahr. Die Pfeifen wurden am Stiel mit dem Produktionsort bezeichnet und trugen als Marke das gekrönte "B" und das gekrönte "H" sowie die Buchstaben "L", "W" oder "Z"; als Bildmarken sind eine Mühle mit Wasserrad, ein Kreuz und ein springender Hund belegt. Mit dem Rückgang des Bedarfs an Tonpfeifen schloss die Fabrik um 1835; 1838 wurden die Gebäude abgerissen.

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Rechnung

Vollbild einer Rechnung

Band 2/1990, S. 11-36
Rüdiger J.J. Articus: Vom Rauchen und den Tabakpfeifenmachern in Schleswig-Holstein

Bereits 1595 ist das Rauchen in Hamburg durch schriftliche Quellen belegt, und 1598 erhielt der in Harburg residierende Herzog Otto zu Braunschweig-Lüneburg durch einen englischen Diplomaten Tabak und Tonpfeifen. Rasche Verbreitung fand das Rauchen in Schleswig-Holstein während des Dreißigjährigen Krieges, wie zahlreiche Berichte belegen und Unterlagen der Zolleinnehmer in Tönning (Tabakeinfuhr ab 1627), Glückstadt (ab 1634) und Itzehoe (ab 1636) bestätigen. Zunächst mussten aus den Niederlanden Tonpfeifen importiert werden, die sich in zahlreichen Fundspektren wiederfinden. In Schleswig-Holstein setzt 1641 in Glückstadt die Produktion durch englische Einwanderer ein, doch schon Mitte der 1650er Jahre erlosch das Handwerk wieder. Weitere Orte mit Pfeifenbäckern sind bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts nicht nachgewiesen, so dass der Markt mit niederländischen und südniedersächsischen Tonpfeifen versorgt werden musste. Erst 1776 wird in Altona ein Pfeifenbäcker genannt; kurz vor 1850 wird die Produktion dort wieder eingestellt. Von den weiteren in der Literatur genannten Herstellungsorten Schleswig, Melsdorf und Itzehoe liegen nur für den letztgenannten nähere Informationen vor. In Itzehoe wird 1814 von J. Göbel eine Tonpfeifenfabrik gegründet; 1869 endet die Produktion. Produkte schleswig-holsteinischer Pfeifenbäcker sind bisher nur in wenigen Fällen bekannt geworden, während Importware in großen Stückzahlen gefunden wurden und in Auswahl vorgestellt werden.


   
Fersenpfeifen niederländischer Provenienz: oben mit Rosetten am Kopf, 2. Hälfte 17. Jahrhundert; unten mit der Marke "König David mit Haupt und Schwert", Mitte 18. Jahrhundert

 

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Band 2/1990, S. 37
Matthias Seeliger: Pfeifenmacher im Bereich der heutigen DDR - Ergänzungen

Durch Hinweise verschiedener Leser kann die Liste von Pfeifenbäckerorten in der DDR (KnasterKOPF Band 1/1989, S. 17-24), um die Orte Berge bei Havelberg, Brandenburg, Eberswalde, Havelberg und Werder bei Potsdam erweitert werden.

 

 

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Letzte Aktualisierung: 29.08.2010
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