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Band 3 / 1990

Band 2 / 1990

Band 1 / 1989


Band 6


Maurice Raphaël: La pipe en terre. 1991.

Inhaltsverzeichnis:

Bernd Standke:
Tonpfeifenfunde in Freiberg

Rüdiger J.J. Articus:
Eine Pfeife mit Freimaurersymbolen

Edward Zimmermann/Martin Kügler:
Die Marken auf den Tonpfeifen der Fabrik in Rostin

Andreas Eiynck:
Tonpfeifenbäckerei in Aschendorf bei Papenburg

Reg Jackson/Philomena Jackson:
Tonpfeifenforschung international - "The Society for Clay Pipe Research"

Pieter Smiesing:
Ein Pfeifenfund in Hamburg

Hinweise

Rezensionen

Neue Literatur


 
Seitenbeginn


Band 6/1992, S. 1-11
Bernd Standke: Tonpfeifenfunde in Freiberg

Berichtet wird über mehrere Tonpfeifenfunde von Ausgrabungen in Freiberg. Die Tonpfeifen sind zumeist Importe aus Gouda oder entsprechen der Goudaer Produktion im 18. Jahrhundert. Einige ältere Exemplare belegen das Rauchen von Tonpfeifen in Sachsen schon vor 1700. Manche Tonpfeifen weisen Verzierungen und Stieltexte auf, die auf eine spezielle Anfertigung für den sächsischen Markt hinweisen; in einem Fall zeigt der Pfeifenkopf zwei Bergmänner und die Aufschrift "FREIBERG". Der Produktionsort ist außer bei den Goudaer Pfeifen nicht bekannt, doch sind Produkte aus dem nahe bei Freiberg gelegenen Altstadt-Waldenburg zu vermuten. Eine "Kaffeehaus-Pfeife" aus dem 19. Jahrhundert wurde möglicherweise im Westerwald hergestellt.

Fersenpfeife mit Wappen von Großbritannien, Waldenburg, Mitte 18. Jahrhundert
Rundbodenpfeife (sog. "Rippenpfeife") mit der Marke "6", sächsische Provenienz, Mitte 18. Jahrhundert"
Fersenpfeife mit zwei rauchenden Bergknappen und der Aufschrift "FREIBERG", wohl sächsische Provenienz, 18. Jahrhundert

 

Seitenbeginn

 

     

 

Tonpfeife mit Freimaurersymbol

Band 6/1992, S. 12 ff.
Rüdiger J.J. Articus: Eine Pfeife mit Freimaurersymbolen

Eine in Bullenhausen, Kreis Harburg, gefundene Tonpfeife zeigt auf dem Kopf Freimaurerzeichen. In Harburg existierte eine Freimaurerloge, und möglicherweise gehörte die Tonpfeife einem ihrer Mitglieder. Die Motive auf dem Pfeifenkopf beziehen sich jedoch nicht auf eine bestimmte Loge. Das Modell kann mit Produkten aus den Niederlanden und dem Westerwald verglichen werden, und mehrere gleichartige Exemplare sind in Katalogen der dortigen Pfeifenfabriken nachweisbar.

 

Zwei Tonpfeifen mit Freimaurersymbolen,
Provenienz unbestimmt, 1890-1940
  

Seitenbeginn

 

 

Band 6/1992, S. 15-20
Edward Zimmermann/Martin Kügler: Die Marken auf den Tonpfeifen der Fabrik in Rostin

Vorgestellt werden die Marken, die in der ehemals preussischen Tonpfeifenfabrik in Rostin/Polen verwendet wurden. Die Fabrik nahm kurz vor 1750 die Produktion auf. Das Geschäft florierte erst ab 1755, nachdem der Kaufmann Isaac Salingre/Salinger die Fabrik übernommen hatte. Die Tonpfeifen entsprechen in der Kopfform Goudaer Pfeifen, und man übernahm auch die Marken, jedoch nennen die Stieltexte in der Regel den korrekten Herstellernamen. Alle bisher bekannt gewordenen und zwischen 1750 und dem Beginn des 19. Jahrhunderts verwendeten Marken sind abgebildet.

Tonpfeife der Fabrik in Rostin mit entsprechender Aufschrift, 2. Hälfte 18. Jahrhundert

Seitenbeginn

 

 

Band 6/1992, S. 21 f.
Andreas Eiynck: Tonpfeifenbäckerei in Aschendorf bei Papenburg

Die in KnasterKOPF Band 3/1990, S. 31, erwähnte Tonpfeifenfabrik in Papenburg wird nun detailierter vorgestellt. Die Fabrik stand in Aschendorf bei Papenburg, doch erinnert vor Ort heute nichts mehr an sie. Schriftliche Unterlagen belegen, dass sie von 1832 bis 1905 Pfeifen produzierte. Bisher liegen keine weiteren Informationen über die Produkte vor.

Seitenbeginn

 

 

Band 6/1992, S. 22 f.
Reg Jackson/Philomena Jackson: Tonpfeifenforschung international - "The Society for Clay Pipe Research"

Europäische Tonpfeifen wurden erstmals im späten 16. Jahrhundert in England hergestellt. Somit ist England auch der Entstehungsort einiger der frühesten Forschungen über die Tonpfeifenproduktion. Das Buch von Adrian Oswald "Clay Pipes for the Archaeologist" (1974) bewirkte bei vielen Personen, eigene Forschungen über ihre Region anzustellen und zu untersuchen, wann und wo Tonpfeifen hergestellt wurden, wer sie machte, wie sie produziert und verhandelt wurden. 1983 erfolgte die Gründung der "Society for Clay Pipe Research" und einer Zeitschrift. Die SCPR hat zur Zeit weltweit 150 Mitglieder und steht jedem offen, der sich mit Forschungen über Tonpfeifen beschäftigt.

Seitenbeginn

 

Band 6/1992, S. 24-33
Pieter Smiesing: Ein Pfeifenfund in Hamburg

   

Bereits 1981 erhielt der Verfasser Pfeifenfragmente, die auf dem Venusberg an der Böhmkenstraße in Hamburg gefunden worden waren. Es handelt sich um Modelle, die aufgrund der Begleitfunde (datierter Keramikteller) und dem Fehlen des Wappens von Gouda als Seitenmarke in den Zeitraum zwischen 1713 und 1739 datiert werden können. Die z.T. ungewöhnliche Größe der Pfeifenköpfe spricht nicht dagegen und relativiert die von Friederich entwickelte These der stetig zunehmenden Kopfvolumen. Besondere Aufmerksamkeit ist einer schwarz gebrannten Pfeife zu schenken, die sehr selten vorkommen.

 

Fersenpfeifen mit eingeschnürtem Kopfrand,
wohl Gouda, Anfang 18. Jahrhundert
 

 

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Letzte Aktualisierung: 29.08.2010
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