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Band 9

Tabakverpackung, Etikett der Firma Gebroders Renkrib in Amsterdam, dat. 1829, aus Elias Erasmus (Paul Otto/Hans H. Bockwitz): Alte Tabakzeichen. Berlin 1924, Taf. 46, Nr. 1).

Inhaltsverzeichnis:

Martin Kügler:
Bericht über das 10. Treffen des Arbeitskreises zur Erforschung der Tonpfeifen in Hamburg-Harburg am 4. und 5. Mai 1996

Rüdiger Articus:
Wie die Tonpfeifen in die Lüneburger Heide kamen

Martin Kügler:
Die Bedeutung Hamburgs als Umschlagplatz für Westerwälder Tonpfeifen im 18. und 19. Jahrhundert

Teresa Witkowska:
Die preußischen Tonpfeifenmanufakturen Rostin und Sborovsky auf dem heutigen Gebiet Polens. Ein Bericht über die archäologischen Untersuchungen

Holger Haettich:
Marek Parol - ein neuer polnischer Pfeifenbäcker

Nina Surabian / Martin Kügler:
Tonpfeifen des 17. und 18. Jahrhunderts aus St. Petersburg

Hinweise

Rezensionen


 
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Band 9/1997, S. 1-4
Martin Kügler: Bericht über das 10. Treffen des Arbeitskreises zur Erforschung der Tonpfeifen in Hamburg-Harburg am 4. und 5. Mai 1996

Im Hamburger Museum für Archäologie und die Geschichte Harburgs - Helms-Museum in Hamburg-Harburg kamen 43 Mitglieder des Arbeitskreises zu ihrem zehnten Treffen zusammen. Die Vorträge von J. Claußnitzer, E. Först und R. Articus (KnasterKOPF Band 9/1997, S. 4-44) führten in die Archäologie Hamburgs und die Tonpfeifenfunde in der Stadt und die nähere Umgebung ein. Über den Export Westerwälder Tonpfeifen nach Übersee berichtete M. Kügler (KnasterKOPF Band 9/1997, S. 45-58). T.Witkowska stellte die preußischen Tonpfeifenmanufakturen in Rostin und Sborovsky vor, und H. Haettich berichtete über Marek Parol, einen polnischen Pfeifenbäcker (KnasterKOPF Band 9/1997, S. 58-68 und S. 68-72). Erstmals konnte N. Surabian Informationen über die Pfeifenbäckerei in St. Petersburg mitteilen (KnasterKOPF Band 9/1997, S. 73-85). Sehr bedeutend ist die Entdeckung der Pfeifenbäckerwerkstatt von Chr. Casselmann in Hannoversch Münden, vorgestellt von G. Almeling. Besichtigt wurden die Tabakhistorische Sammlung Reemtsma und die Privatsammlung von Gerd Jansen.

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Doppelkonische Fersenpfeife mit der Marke "Reichsapfel" und Lilien auf dem Stiel, Gouda 1. Hälfte 17. Jahrhundert

 

Band 9/1997, S. 4-44
Rüdiger Articus: Wie die Tonpfeifen in die Lüneburger Heide kamen

Schriftliche Quellen belegen das Rauchen aus Tonpfeifen in Harburg kurz vor 1600. Um 1630 war es auch in den umliegenden Gebieten überall verbreitet. Die Untersuchung einer großen Zahl von Tonpfeifenfunden zeigt, dass die Raucher in Hamburg und in den Städten in der Lüneburger Heide seit dem Ende des 17. Jahrhunderts kontinuierlich mit Tonpfeifen aus den Niederlanden versorgt waren. Dagegen stammen die in kleineren Orten und in ländlichen Gebieten gerauchten Tonpfeifen aus deutschen Produktionsorten in Niedersachsen und Nordhessen. Der Verfasser stellt im Einzelnen einige frühe niederländische Pfeifen aus dem 17. Jahrhundert und besonders Fragmente einer nicht bekannten Pfeifenbäckerwerkstatt mit dem Stieltext "SAPFENBERG" vor; er präsentiert ferner andere Tonpfeifen mit Herstellernamen, so z.B. von Johann Hartmann Iser in Hildesheim, Johann Henrich Christoph Bosse in Walbeck und Christian Casselmann in Großalmerode, der von 1772-1776 in Hannoversch Münden arbeitete.


Fersenpfeife mit Rosetten an beiden Seiten des Kopfes, Niederlande Ende 17. Jahrhundert

 

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Ausschnitt: Arbeitssituation in einer Pfeifenfabrik, Baumbach um 1910/20

Ausschnitt: Arbeitssituation in einer Pfeifenfabrik, Baumbach um 1910/20

Band 9/1997, S. 45-58
Martin Kügler: Die Bedeutung Hamburgs als Umschlagplatz für Westerwälder Tonpfeifen im 18. und 19. Jahrhundert

Der während des 18. Jahrhunderts blühende Handel der Westerwälder Pfeifenbäcker rheinabwärts kam um 1800 wegen der neu eingeführten, sehr hohen niederländischen Import- und Transitzölle innerhalb kurzer Zeit völlig zum Erliegen. Erst um 1850 setzte wieder ein bedeutender Handel mit Ländern im nördlichen Europa und Übersee ein, der von Export-Handelsgesellschaften in Hamburg organisiert wurde. Schiffsagenten wie die Gebrüder Thomae arbeiteten für die Exporthäuser wie für die Pfeifenbäcker im Westerwald. Diese Handelsgeschäfte sind detailliert in den Briefen und Aufträgen der Agentur Gebr. Thomae an die Pfeifenfabrik Wilhelm Klauer in Baumbach von 1880 bis 1887 dokumentiert. Dabei erfüllten die Agenten zugleich die Aufgabe des Marktbeobachters und gaben den Pfeifenherstellern wichtige Hinweise für die Entwicklung neuer Modelle.

Briefkopf der Tonpfeifenfabrik Wilhelm Klauer Söhne in Baumbach, um 1900

Vollbild des Briefkopfes

 

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Arbeitszeugnis der Tonpfeifenmanufaktur in Rostin

Vergrößerung

Band 9/1997, S. 59-68
Teresa Witkowska: Die preußischen Tonpfeifenmanufakturen Rostin und Sborovsky auf dem heutigen Gebiet Polens. Ein Bericht über die archäologischen Untersuchungen

Um 1750 errichteten Kaufleute Tonpfeifenfabriken in Rostin und Sborovsky. Aufgrund archivalischer Hinweise konnten 1989/90 bei Ausgrabungen umfangreiche Funde gemacht werden, und in Sborovsky ist eines der vier Gebäude der Pfeifenfabrik noch erhalten. Die Ausgrabungen in Rostin wurden vom Regional-Museum in Gorzów Wlkp./Landsberg durchgeführt. Die Ergebnisse der Ausgrabungen in Sborovsky, durchgeführt vom Seefahrts-Museum in Gdañsk/Danzig, sind bisher noch nicht veröffentlicht. Daher sind nur erste grundlegende Informationen möglich. Die Tonpfeifenfunde belegen für beide Produktionsorte eine weitgehende Übernahme der Modelle und Marken der niederländischen Vorbilder, doch wurden auch eigene Modelle entwickelt. Dies betrifft nicht nur die Kopfformen, sondern vor allem die Ziffer-Marken, die sich sowohl von Fabrik zu Fabrik wie auch innerhalb der Produktionsstätten unterscheiden. Die Stieltexte nennen stets den korrekten Herstellungsort.

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Band 9/1997, S. 68-72
Holger Haettich: Marek Parol - ein neuer polnischer Pfeifenbäcker

Seit vier Jahren produziert M. Parol in Przemysl/Ostpolen im Nebenerwerb Tonpfeifen. Er verwendet ausschließlich rotbrennenden Ton und stellt ca. 50 verschiedene Modelle her; einige von ihnen entsprechen den Tonpfeifen der bekannten Fabrik von Gambier in Givet/F. Zusätzlich bietet M. Parol auch selbst gestaltete und in Gipsformen ausgedrückte Pfeifenköpfe an, darunter eine Reihe von Pfeifen mit Porträts bedeutender historischer Personen.

Porträtpfeifenköpfe von Napolen Bonaparte, Kaiser Franz Joseph und Richard Wagner

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Band 9/1997, S. 73-85
Nina Surabian / Martin Kügler: Tonpfeifen des 17. und 18. Jahrhunderts aus St. Petersburg

Das 1634 für Russland erlassene Rauchverbot blieb bis in die Regierungszeit von Zar Peter I. und die Phase der systematischen Europäisierung Russlands in Kraft. Daher sind Funde von Tonpfeifen aus dem 17. Jahrhundert sehr selten und nur an Orten vorhanden, wo Ausländer siedelten. Ab 1718 sind regelmäßige Lieferungen von Tonpfeifen aus den Niederlanden nach Russland belegt. Unter der Leitung eines niederländischen Pfeifenbäckers wurden 1724 die ersten russischen Tonpfeifen in der Moskauer Pfeifen- und Kachel-Fabrik hergestellt. In St. Petersburg begann die Produktion 1744 und kann bis 1849 verfolgt werden. Die vorgestellten Beispiele russischer Tonpfeifen zeigen die große Ähnlichkeit mit den aus den Niederlanden importierten Produkten auf.

 

 

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Letzte Aktualisierung: 29.08.2010
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