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Band 5 / 1991

Band 4 / 1991

Band 3 / 1990

Band 2 / 1990

Band 1 / 1989


Band 14

Glasierte Tonpfeife mit Darstellung der "Marianne" von Jean Michel Coquet, 1989, Foto Ruud Stam.

Inhaltsverzeichnis:


Liebe Leser ...

Aktuelle Tagungsberichte

Ralf Kluttig-Altmann:
Bericht über die 14. Tagung des
Arbeitskreises zur Erforschung der Tonpfeifen

vom 1. bis 3. Juni 2000 in Liestal/CH
     

David Higgins:
Die "Society for Clay Pipe Research"

Ruud Stam:
Der "Pijpelogische Kring Nederland"


 

 

Aus der Forschung

Martin Kügler:
Ein Model für Tonpfeifen?
Bemerkungen zu einem Fund in Heidelberg

Helmut Szill:
Tonpfeifenfunde aus Erding.
Teil 1

Herbert Böhmer:
Quellen zur Tonpfeifenbäcker in Passau

Rüdiger Articus:
Lesefunde von der Mellingburger Schleuse
an der Alster

Ralf Kluttig-Altmann / Martin Kügler:
Beobachtungen zur Technologie manueller
Stielverzierungen an Tonpfeifen

Ruud Stam:
Tonpfeifen und Politik.
Die Bedeutung der politischen Pfeife im 19. Jahrhundert

Walter Morgenroth:
Das Geheimnis der echten Schemnitzer Tabakspfeifen


Neue Funde

Rüdiger Articus:
Zwei "kluchtenpijpen" aus Hamburg

Hermann Kewel:
Tonpfeifenfunde von der unteren Weser und aus der Hamme

Hans Peter Schweickert:
Tonpfeifenfunde von Schloss Weferlingen

Rüdiger Articus:
Berichte über die Tonpfeifenbäckerei in Niedersachsen 1835 und 1839

Rüdiger Articus:
Hinweis zur Tonpfeifenbäckerei in Nienburg

Neue Literatur

Rezensionen

Bibliografie neu erschienener Literatur

Notizen

Franz Wandinger:
"Rauchzeichen" in deutschen Museen. Teil 1

Notizen / Tagungshinweise

 
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Band 14/2001, S. 4-7
Ralf Kluttig-Altmann: Bericht über die 14. Tagung des Arbeitskreises zur Erforschung
der Tonpfeifen vom 1. bis 3. Juni 2000 in Liestal/CH


Auf Einladung der Kantonsarchäologie und Kantonsmuseum Baselland trafen sich 16 TeilnehmerInnen aus Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz. M. Schmaedecke, der Organisator der Tagung, referierte über den Gebrauch von Tonpfeifen in der Schweiz und stellte Überlegungen zur Systematisierung der floralen Stielverzierungen auf Pfeifen des 17. Jahrhunderts an. Funden von Gambierpfeifen widmete sich K. Rudin, M. Weidner stellte Tonpfeifen aus der Elbe vor. R. Articus gab einen geschichtlichen Abriss der Tonpfeifenforschung und R. Stam interpretierte Pfeifen mit politischen Motiven. R. Kluttig-Altmann trug die Ergebnisse zur systematischen Beschreibung von abgerollten Stielverzierungen vor und M. Kügler berichtete über den Fund eines Models für einen Pfeifenkopf in Heidelberg, datiert 1619-1622.
Gesamtbericht

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Pfeifenmodel mit der Signatur "IA", auf der Außenseite (oben), und Innenseite (unten)
 

 

Band 14/2001, S. 9-13
Martin Kügler: Ein Model für Tonpfeifen? Bemerkungen zu einem Fund in Heidelberg

Der Verf. interpretiert ein kleines Model mit der Aussparung für einen halbierten Pfeifenkopf, das 1986/87 in der Unteren Neckarstraße 74 in Heidelberg gefunden wurde. Das Model kann nicht zur Herstellung von funktionstüchtigen Pfeifenköpfen gedient haben, sondern nur zum Ausdrücken vollplastischer Objekte, die als Auflagen an plastischen Werken Verwendung gefunden haben könnten. Durch datierte Begleitfunde ist sichergestellt, dass das Model um 1619 von Joost Affsers, einem Töpfer und Kachelofenbauer, hergestellt und benutzt wurde. Die Kopfform und der in das Model eingravierte Dekor entsprechen zeitgenössischen Tonpfeifen aus England und den Niederlanden.


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Fersenpfeife, unverziert, ohne Marke, spätes 17. Jahrhundert

 

Band 14/2001, S. 13-20
Helmut Szill: Tonpfeifenfunde aus Erding. Teil 1

In über 20jähriger Sammeltätigkeit konnte der Verf. auf Feldern bei Erding fast 4000 Tonpfeifenfragmente bergen werden, die zu ca. 80% in das mittlere bis späte 17. Jahrhundert datieren. Eine überregional bedeutende Tonpfeifenproduktion im heutigen Bundesland Bayern ist für diesen Zeitraum bisher nicht nachgeweisen, und ein Import aus den Niederlanden kann ausgeschlosseen werden. Die Provenienz der meist sehr groben und unsauber gearbeiteten Fundstücke bleibt daher offen. Im ersten Teil wird der kulturhistorische Hintergrund für das Auftreten großer Mengen von Tonpfeifen in Erding beleuchtet und drei der elf Gruppen von Tonpfeifenfragmenten näher vorgestellt. Die Fundstücke zeigen große Ähnlichkeiten zu bereits bearbeiteten Fundkomplexen aus Passau und dem Salzburger Land. Im zweiten Teil werden die reliefverzierten und z.T. mit Herstellerinitialen versehenen Tonpfeifenfragmente vorgestellt.

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Band 14/2001, S. 20-26
Herbert Böhmer: Quellen zur Pfeifenbäcker in Passau

Aufgrund archivalischer Untersuchungen kann der Verf. drei Pfeifenbäcker in der Passauer Ilzstadt nachweisen und die Lage ihrer Wohnhäuser bestimmen. Demnach beginnt die Tonpfeifenherstellung in Passau 1716 mit Johann Stiegler (tätig bis 1738); weitere Produzenten waren Johann Geissler (1723-1777) und Johann Kollmann (1777-1800?). Obwohl der Standort der Wohnhäuser bekannt ist, liegen von dort noch keine Tonpfeifenfunde vor. Fundstücke aus einem anderen Hafnerhaus lassen sich nicht mit einem der drei Pfeifenbäcker in Verbindung bringen. Auch für die reichen Funde des 17. Jahrhunderts von der Veste Oberhaus lassen sich aufgrund dieser Untersuchung keine Produzenten in Passau benennen.

Kopf und Stielfragment einer grün glasierten Tonpfeifen,
Ende 17. Jahrhundert

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Stielfragment mit floralem Dekor unbestimmter Provenienz, um 1700

 

Band 14/2001, S. 26-31
Rüdiger Articus: Lesefunde von der Mellingburger Schleuse an der Alster

Lesefunde vom Areal der ehemaligen Schleuse zeigen eine breite Streuung bei der Herkunft der aus dem 18. Jahrhundert stammenden Tonpfeifen. Neben den häufig anzutreffenden niederländischen Produkten sind Pfeifen aus Altona, Itzehoe (?), Uslar, Großalmerode, Walbeck und Holzminden (?) vorhanden.

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Band 14/2001, S. 32-49
Ralf Kluttig-Altmann: Beobachtungen zur Technologie der aufgerollten Stielverzierungen. Mit einem Beitrag von Martin Kügler

Die Arbeiten an einer Systematik der manuellen Stielverzierungen haben gezeigt, dass die genaue Kenntnis der technischen Abläufe bei der Aufbringung der Dekore mittels Stempel, Rollstempel u.a. Werkzeugen die Voraussetzung für eine richtige Ansprache ist. In einem historischen Überblick wird gezeigt, dass technologische Beschreibungen gerade in diesem Punkt sehr ungenau oder falsch sind. Werkzeuge haben sich nur sehr selten erhalten. Grundlegende Erkenntnisse über die Technik und die verwendeten Werkzeuge können daher nur sehr genaue Beobachtungen an den Pfeifenstielen selbst ergeben. Anhand zahlreicher Beispiele verschiedenster Stieldekore werden die Handlungsabläufe beim Aufbringen der Dekore auf den noch weichen Pfeifenstiel erklärt und Erkenntnisse über die verwendeten Werkzeuge gewonnen. Durch zahlreiche Abbildungen von Stieldekoren sollen die Leser in die Lage versetzt werden, die Beobachtungen am eigenen Material anwenden zu können.

Werkzeug zur manuellen Stielverzierung, Hilgert / Westerwald

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Porträtpfeife "Abd-el-kadr", hergestellt von Blanc Garin, Givet, um 1850

 

Band 14/2001, S. 50-53
Ruud Stam: Tonpfeifen und Politik. Die Bedeutung der politischen Pfeife im 19. Jahrhundert

Der Verf. zeigt anhand von Beispielen auf, wie häufig Raucher während der ganzen Benutzungszeit der Tonpfeife vom 17. bis zum 20. Jahrhundert die Möglichkeit genutzt haben, ihre politische Gesinnung mittels besonderer Tonpfeifenmotive zu demonstrieren. Die größte Blüte erreichte diese Art des politischen Bekenntnisses in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, als nicht mehr nur historische Personen, sondern zunehmend die aktuellen Herrscher und Politiker auf Pfeifen abgebildet wurden. Diese figuralen Pfeifen kamen primär aus Frankreich (Firma Gambier) und wurden in Gouda nur in ungenügender Qualität nachgeahmt. Obwohl es noch andere Alltagsgegenstände gab, auf denen bestimmte Personen oder Ideen verehrt werden konnten, ist die politische Pfeife als dominierender Massenartikel ein vorrangiger Bestandteil männlich-politischer Kultur des 19. Jahrhunderts.

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Band 14/2001, S. 53-60
Walter Morgenroth: Das Geheimnis der echten Schemnitzer Tabakspfeifen

Die für den slowakischen Pfeifenbäckerort Schemnitz (Banská `tiavnica) typischen Pfeifenköpfe mit schlankem zylindrischen Pfeifenkopf erfreuten sich im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts großer Beliebtheit. In vielen anderen Orten nachgemacht und unter der Bezeichnung "Schemnitzer Pfeifen" verkauft, lässt sich nur schwer zwischen echten Schemnitzer Pfeifen und Plagiaten unterscheiden. Der Verf. gibt anhand der Kataloge von Gewerbeausstellungen Informationen über die mit Schemnitz konkurrierenden Produzenten.

 

Schemnitzer Pfeifenkopf von M. Hönig, um 1860   
 

 

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Letzte Aktualisierung: 08.03.2011
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